FreiRäume - Stiftung Haus Der Kleinen Forscher

3y ago
27 Views
2 Downloads
2.18 MB
60 Pages
Last View : 4d ago
Last Download : 5m ago
Upload by : Julius Prosser
Transcription

FreiRäumeZUM ENTDECKEN UND FORSCHENEINE FRAGEN - UND IDEENWERKSTATTPARTNERHelmholtz-GemeinschaftSiemens StiftungDietmar Hopp StiftungDeutsche Telekom Stiftung

2

Stiftung „Haus der kleinen Forscher“Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ hat sich ein großes Ziel gesetzt: Sie möchte allen Kindernim Kita- und Grundschulalter die alltägliche Begegnung mit Themen der Mathematik, Informatik,Naturwissenschaft und Technik ermöglichen.Mit einem bundesweiten Fortbildungsprogramm, Materialien und immer neuen Ideen unterstützt die Stiftung pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei, Kinder qualifiziert beim Forschen zubegleiten und damit ihre Entdeckerfreude zu stärken.Das gemeinsame Forschen der Mädchen und Jungen mit ihren Lernbegleiterinnen und Lernbegleitern sowie das Lernen selbst werden ein Teil ihres Alltags. Neben dem Verständnis in denBereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik werden dabei auch Sprach-,Lern-, Personal- und Sozialkompetenzen sowie die Feinmotorik gefördert.Mit ihren Angeboten trägt die Stiftung so zur Stärkung der Bildung von Kindern im Kita- undGrundschulalter bei und damit zugleich zur Nachwuchssicherung in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen sowie technischen Berufen in Deutschland.Die Fortbildungen und Materialien der Stiftung basieren auf den Vorgaben der Bildungs- undRahmenlehrpläne der Bundesländer sowie auf aktuellen Erkenntnissen der Frühpädagogik, Entwicklungspsychologie, Lernforschung und Fachdidaktiken. Zudem fließen praktische Erfahrungenund inhaltliche Anregungen ein, die während der Fortbildungen sowie bei regelmäßigen Besuchenin Kitas, Horten und Grundschulen gewonnen werden.Partner der Stiftung sind die Helmholtz-Gemeinschaft, die Siemens Stiftung, die Dietmar HoppStiftung und die Deutsche Telekom Stiftung. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbHDie FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH mit Sitz in Berlin ist eine Tochtergesellschaft des FRÖBEL e. V. und anerkannter freier Träger der Jugendhilfe. FRÖBEL betreibt Krippen,Kindergärten, Häuser für Kinder, Horte und weitere Einrichtungen aus dem Bereich Hilfen zur Erziehung in zehn Bundesländern Deutschlands sowie in Australien, in der Türkei und in Polen.Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782–1852), der Namensgeber von FRÖBEL, formulierte bereits Anfang des 19. Jahrhunderts sein Erziehungsziel: der „freie, denkende, selbsttätige Mensch“.Die pädagogischen Fachkräfte bei FRÖBEL nehmen diesen Gedanken in ihrer täglichen Arbeit auf.Indem sie geleitet von den drei Prinzipien Beziehung, Individualisierung und Partizipation denihnen anvertrauten Kindern eine anregende Umgebung schaffen, werden die Selbstbildungspotenziale der Mädchen und Jungen aktiviert und unterstützt.In FRÖBEL-Einrichtungen wird bereits früh die Begeisterung der Kinder für naturwissenschaftliche Phänomene, Technik und Wissenschaft geweckt. Die Fachkräfte nehmen regelmäßig anWorkshops der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ teil und tragen so als Lernbegleiterinnen undLernbegleiter zur Gleichheit der Bildungschancen aller Kinder bei.3

4

Inhalt6Grußwort7Über die Broschüre8Entdecken und Forschen in FreiRäumen10Vier Kindergärten machten sich auf den Weg14FreiRäume zum Entdecken und Forschen entwickeln sich18Die FragenWerkstatt20Steckbrief unserer Kita21Schritt 1 – Projektrahmen und Gelingensfaktoren23Schritt 2 – Situationsanalyse26Schritt 3 – Fachliche Orientierung29Schritt 4 – Diskussion und Formulierung von Zielen31Schritt 5 – Zielvereinbarungen32Schritt 6 – Planung von Umsetzungsschritten33Schritt 7 – Reflexion und Ergebnissichtung35Die FragenWerkstatt als moderierter Prozess37Die IdeenWerkstatt37FreiRäume zum Entdecken und Forschen als Projekt38Wie das Projekt zu einer Teamangelegenheit wird39Kinder und ihre Familien aktiv einbeziehen40Wie es gelingt, am Ball zu bleiben41Haltungen und Finanzen beeinflussen das Projekt43Orte als FreiRäume gestalten45Materialien bewusst auswählen50FreiRäume zum Entdecken und Forschen gemeinsam nutzen52Gemeinsames Entdecken und Forschen fordert und sum5

GrußwortLiebe Pädagogin, lieber Pädagoge,Kinder entdecken, erforschen und erobern von Natur aus ihre Welt. Sie möchten diese mit all ihrenSinnen erleben, sich ein Bild von ihr machen und sie verstehen lernen. Kindertageseinrichtungen1mit anregend gestalteten Erfahrungsräumen und kompetenten pädagogischen Fachkräften sindder perfekte Ort, damit die Mädchen und Jungen diesem Bedürfnis nachgehen können. Kitas tragen so maßgebend dazu bei, Kindern die Möglichkeit zu geben, neugierig zu bleiben und sich zuselbstbewussten Menschen zu entwickeln.Mit dieser Broschüre halten Sie eine Fragen- und IdeenWerkstatt in den Händen, die Sie inspirieren und unterstützen soll, Erfahrungsräume in Ihrer Kita als FreiRäume zum Entdecken undMichael FritzForschen (weiter) zu entwickeln. Inhaltlich nutzt die Broschüre die Erkenntnisse aus dem von derStiftung „Haus der kleinen Forscher“ und von FRÖBEL gemeinsam initiierten Kooperationsprojekt„Entwicklung und Erprobung von Best Practice Ansätzen bei der Gestaltung und Ausstattung vonForscherecken und Forscherräumen“. Bei dem Projekt arbeiteten eine bundesweite Fortbildungsinitiative und ein bundesweit tätiger Träger von Kindertageseinrichtungen zusammen. Uns verbindet zum einen ein hoher Anspruch an die Qualität unserer Arbeit sowie deren stetige Reflexion undzum anderen die Offenheit, Neues auszuprobieren und innovative Wege einzuschlagen.Direkt vor Ort, in vier Berliner FRÖBEL-Kindergärten, sammelten wir gemeinsam Erfahrungendarin, inspirierende und einladende FreiRäume zum Entdecken und Forschen wiederzubeleben,Dr. Gudrun Rannacherneu zu entwickeln und umzugestalten. Im Laufe der Zusammenarbeit, bei der die Stiftung „Hausder kleinen Forscher“ die FRÖBEL-Kindergärten beratend begleitete, entstanden FreiRäume zumEntdecken und Forschen verschiedener Art. Die pädagogischen Fachkräfte entwickelten gemeinsam mit den Mädchen und Jungen kreative Ideen für FreiRäume, die den individuellen Gegebenheiten und Bedürfnissen des jeweiligen Kindergartens entsprachen.Die Beratungen und der Austausch wurden von beiden Seiten als bereichernd und motivierenderlebt. So entstand der Gedanke, sowohl die Fragen, mit denen sich die Teams im Rahmen desProjekts beschäftigten, als auch Ideen, Erfahrungen und Hinweise der beteiligten Kindergärtenzusammenzustellen.Wir, die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und FRÖBEL, laden Sie ganz herzlich ein, eigeneStefan SpiekerFreiRäume zum Entdecken und Forschen zu schaffen, umzugestalten oder wiederzubeleben.Michael FritzVorstandsvorsitzenderder Stiftung„Haus der kleinen Forscher“6Dr. Gudrun RannacherGeschäftsführerin FRÖBELBildung und Erziehunggemeinnützige GmbHStefan SpiekerGeschäftsführer FRÖBELBildung und Erziehunggemeinnützige GmbH Nachfolgend wird der Begriff „Kindertageseinrichtung“ in gekürzter Form genutzt. Der Begriff „Kita“ schließt Krippen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderläden und andere Vorschuleinrichtungen ein.1

Über die BroschüreDie Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und FRÖBEL sammelten in der von Februar 2014bis Juli 2016 dauernden Kooperation „Entwicklung und Erprobung von Best Practice Ansätzen bei der Gestaltung und Ausstattung von Forscherecken und Forscherräumen“ vielfältigeund wertvolle Erfahrungen. Das Anliegen dieser Broschüre ist es, diesen Erfahrungsschatzzum (Neu-)Gestalten von FreiRäumen zum Entdecken und Forschen anderen interessiertenKita-Teams zur Verfügung stellen zu können.Die vorliegende Broschüre ist in mehrere Abschnitte gegliedert, wobei die FragenWerkstatt und IdeenWerkstatt den umfangreichsten Teil einnehmen. Zunächst widmet sich dieBroschüre den Themen „Entdecken und Forschen“ sowie „FreiRäume“ in ihrer allgemeinenBedeutung. Daran schließt eine kurze Vorstellung der am Projekt beteiligten FRÖBELKindergärten anhand von Steckbriefen an. Nachfolgend werden FreiRäume im Innen- undAußenbereich von Kitas vorgestellt und damit erste mögliche Entwicklungswege in derMaterialauswahl und Ausstattung aufgezeigt, die das Explorieren und Entdecken seitensder Kinder anregen und bereichern können.Stehen Sie bereits am Anfang eines umfangreicheren Vorhabens oder sind Sie inspiriert, in Ihrer Kita FreiRäume zum Entdecken und Forschen zu verwirklichen, können Sie dieso genannte FragenWerkstatt nutzen. Der Aufbau der FragenWerkstatt ist an das SiebenSchritte-Verfahren2 zur Durchführung von Qualitätsentwicklungsprozessen angelehnt.Strukturiert und fokussiert arbeiten Sie dabei an einem Veränderungsprozess bezogen aufFreiRäume zum Entdecken und Forschen für Ihre Kita. Die FragenWerkstatt besteht deshalbaus einer Sammlung von so genannten FragenBlättern mit hilfreichen Leitfragen zu denThemen „FreiRäume“ sowie „Entdecken und Forschen“. Bei den Leitfragen handelt es sichum Beratungsfragen, mit denen sich die am Kooperationsprojekt beteiligten Kindergärtenauseinandersetzten und die auch Sie zum Reflektieren, Austauschen und Weiterentwickelnnutzen können.Im nächsten Teil der Broschüre finden Sie die IdeenWerkstatt. Die IdeenWerkstatt isteine wahre Fundgrube. Hier sind viele Erfahrungen, Anregungen und Hinweise der am Kooperationsprojekt beteiligten Kindergärten in Wort und Bild zusammengefasst, die sie imVerlauf ihrer umfangreicheren Projekte sammelten. Die IdeenWerkstatt kann separat vonder FragenWerkstatt genutzt werden.2 Vgl. Tietze, W. (Hrsg.) (2013), S. 16ff.7

Entdecken und Forschen in FreiRäumenEntdecken und ForschenDie Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterscheidet zwischen „Entdecken“ und „Forschen“.„Entdecken“ meint das Sammeln vielfältiger (Vor-)Erfahrungen, indem die Mädchen undJungen explorieren, jedoch noch nicht bewusst oder systematisch einer eigenen Frage nachgehen.Diese Phase steht am Beginn der Annäherung an neues Thema oder an bisher unbekannte Materialien. Die Entdeckungsphase ist sehr wichtig und kann über einen längeren Zeitraum andauern.„Forschen“ findet mit der Intention statt, bewusst neue Erkenntnisse zu erlangen und Antworten auf interessierte Fragen zu finden. Auf den Interessen und Vorerfahrungen aufbauend werdenbeim Forschen Vermutungen und Hypothesen überprüft. Ob diese während des Forschungsprozesses bestätigt oder widerlegt werden, ist nicht vorhersehbar.Wesentlich ist, dass die Kinder Forschungsfragen nachgehen können, die für sie bedeutsamsind. Diese Fragen können dabei auch von jemand anderem aufgeworfen worden sein. Die Kindergehen in ihren Forschungsprozessen eigenaktiv und selbstständig bzw. in Abstimmung mit denanderen Mitforschenden vor. Mit zunehmender Erfahrung ist dieser Prozess immer bewusster undsystematischer. Systematisches Vorgehen beim Forschen im Sinne des „Hauses der kleinen Forscher“ geschieht bei der Anwendung der Methode des „Forschungskreises“3 – unabhängig davon,was für eine Frage untersucht wird. Dabei ist zu bedenken, dass die Lernbegleitung hinsichtlicheines ko-konstruktiven pädagogischen Prozesses eine bedeutsame Rolle beim Forschen spielt.Halgemten Siein e dZei und Ju sam ie Beochnmbung ngen it de achtuen, fest n M ngeFot , z. B ädch nosode . durc enErrN hgeotizbnen.issedokumentiereneWi mt? e iier ng asss e Di n? W er?ap di lte ndists i ich rha e KWa en s h ve n dib uc teahh rs acVe obbe&tenachboBechreibenunden?Kinder herausgefWas haben diemten,mutungen stimWelche ihrer Verinterdahntekönwelche nicht? Was en sind offenFragcheWel?steckenneu entstanden?geblieben, welcheFORSCHENsBe Vgl. Marquardt-Mau, B. (2004). Das didaktische Konzept einer naturwissenschaftlichen Grundbildung zum Forschen mit Kindern und dasdamit verbundene Modell des Forschungskreislaufs wurde von Prof. Dr. Brunhilde Marquardt-Mau entwickelt (2004) und im pädagogischenAnsatz der Stiftung „Haus der kleinen Forscher" adaptiert.4Vgl. Marquardt-Mau, B. (2011). Das didaktische Konzept einer naturwissenschaftlichen Grundbildung zum Forschen mit Kindern und dasdamit verbundene Modell des Forschungskreislaufs wurde von Prof. Dr. Brunhilde Marquardt-Mau entwickelt (2004) und im pädagogischenAnsatz der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" adaptiert.38Na e M ma , w loses di he ng hrlch iert es T utu meWe ess lch ede ichter We B nint n? eine t siege er ssJun Kind e lägFrasamWaüb s wimeseun r das sen dlnWe d V Th ielch erm em KineVdau?etdaz orerf unge Welc r bereu s ahr n ha he I itscho ung be den g en n s enem hab ie?ach ensiet?ch durchführen& VersuerenobisprAuDer Forschungskreis4 zeigtdie einzelnen Phasen beim(systematischen) Forschen.nrnatume nd ieno n u r deNihä e fü hedrp ch ttu äd ha elc ?Ideen & Vermutungente die FrageWie könn werden?untersucht ien werdenaterialWelche M benötigt?dazunisse erörternErgebFrageallenste

FreiRäumeDer Begriff „FreiRäume“ ist eine Wortschöpfung. Sie ist einerseits aus der Überlegung herausentstanden, dass Orte und Lernumgebungen zu FreiRäumen werden, wenn durch ihre Gestaltungkreatives Explorieren, Entdecken und Forschen für die Mädchen und Jungen möglich sind. Andererseits entstehen FreiRäume erst durch eine reflektierte pädagogische Haltung unter anderemauch in Bezug auf MINT-Themen. Diese Haltung spiegelt sich beispielsweise durch eine Offenheitgegenüber der Entdeckungsfreude der Mädchen und Jungen und einem Interesse an Themen, diefür die Kinder wichtig und bedeutungsvoll sind, wider.In FreiRäumen können Klein und Groß Fragen stellen, Beobachtungen tätigen, sich austauschen und auf verschiedensten Wegen gemeinsam nach Antworten suchen. Zusammen wird überPhänomene des täglichen Lebens nachgedacht – dieMädchen und Jungen werden zum Weiterfragen ermutigt, die Fachkräfte bringen sich selbst als Denkpartnerin bzw. -partner ein und regen die Kinder dazu an,eigene Vermutungen und Hypothesen5 aufzustellen.Diesen kann dann durch Nutzung unterschiedlichsterMaterialien, die in FreiRäumen zur Verfügung stehen,nachgegangen werden. Für die Mädchen und Jungen gibt es so die Möglichkeit, zu partizipieren. InFreiRäumen erleben die Kinder somit eine Bejahungund Förderung ihres Selbstvertrauens sowie ihrerKompetenzen und ihrer Persönlichkeit. Vgl. Hildebrandt, F., Hildebrandt, E. (2013)59

Vier Kindergärten machten sich auf den WegIn dieser Broschüre werden die Erfahrungen und Entwicklungen der vier am Kooperationsprojektbeteiligten Berliner FRÖBEL-Kindergärten Fröbelspatzen, Heureka, mittendrin und Schatzinselaufgegriffen. Vier Kindergärten, vier verschiedene Ausgangspunkte und Rahmenbedingungen, vierunterschiedliche Ziele6.STECKBRIEF FRÖBEL-Kindergarten FröbelspatzenSEIT WANN GIBT ES DEN KINDERGARTEN?Die Einrichtung wurde 1971 in der DDR eröffnet, damalsnoch als Kindergarten und Krippe. Seit dem Jahr 2000 sindwir ein FRÖBEL-Kindergarten.WIE VIELE MÄDCHEN UND JUNGEN GEHEN TAGTÄGLICHDORTHIN? Zu uns kommen 230 Kinder im Alter von einem bis sechsJahren. Knapp die Hälfte der Mädchen und Jungen istjünger als drei Jahre – sie werden in unseren Nestbereichenbetreut. Die älteren Kinder findet man in den so genanntenElementarbereichen. Sie kommen aus ca. 28 Nationen undihre Familien haben vielfältige Lebenshintergründe.WIE VIELE PÄDAGOGISCHE FACHKRÄFTE BEGLEITEN DIE KINDER?Die Kinder werden von 35 pädagogischen Fachkräften begleitet.S?WAS IST KENNZEICHNEND FÜR HAUS UND UMFELD DES KINDERGARTENn Altbauten aus derzwischesicht Der Kindergarten, der gerade komplett saniert wurde, befindeGarten nutzen. In unsererNachkriegszeit und Plattenbauten. Wir können einen schönen großenwir oft mit den Mädchenunmittelbaren Nähe befindet sich der Volkspark Friedrichshain, in denhäufig besucht. Wir sind mitund Jungen gehen, die umliegenden Spielplätze werden von uns auchunserem sozialen Umfeld gut vernetzt.WO WURDEN FREIRÄUME ZUM ENTDECKEN UND FORSCHENGESTALTET?Forschen und Experimentieren ist für uns schon lange wichtig.Angefangen hat es mit unserem großen Garten. Dort habenwir die Jahreszeiten erlebt, mit den Kindern Beete angelegt,Pflanzen beim Wachsen beobachtet, Steine, Sand und Stöckeals Bastelmaterial gesammelt. Wir haben immer mehr erkannt,dass die Mädchen und Jungen dauernd etwas Neues entdeckenwollen. Wir gestalteten deshalb im Garten Bereiche um, so dasssie noch mehr zu FreiRäumen wurden. Außerdem beeinflusstedas Projekt auch die Weiterentwicklung der Forscherräume inden Elementarbereichen. Im Nestbereich hält das Explorierenund Entdecken jetzt ebenso immer mehr bewusst Einzug.10 Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ (Hrsg.) (2015a)6

STECKBRIEF FRÖBEL-Kindergarten HeurekaSEIT WANN GIBT ES DEN KINDERGARTEN?Der Kindergarten wurde 1999 neu gegründet und gehört seit 2004 zu FRÖBEL.WIE VIELE MÄDCHEN UND JUNGEN GEHEN TAGTÄGLICH DORTHIN?In unseren Kindergarten kommen 76 Kinder, ungefähr zehn Prozentvon ihnen wächst mehrsprachig auf. Zwei Drittel aller Mädchen undJungen sind jünger als drei Jahre. Die Kindergartengruppen sindbei uns altersgemischt. Die meisten Eltern wählen unseren Kindergarten auf Grund unseres naturwissenschaftlichen Schwerpunktsfür ihre Kinder aus.WIE VIELE PÄDAGOGISCHE FACHKRÄFTE BEGLEITEN DIE KINDER?In unserem Kindergarten arbeiten zwölf pädagogische Fachkräfte.WAS IST KENNZEICHNEND FÜR HAUS UND UMFELD DES KINDERGARTENS?Der Kindergarten befindet sich in einer ehemaligen Villa, das beeinflusst die Raumgröße und -aufteilung. So ein altes Haus strahlt natürlich auch einen besondere Atmosphäre aus. Wir nutzen einenschönen Garten. Das Umfeld unseres Kindergartens ist sehr multikulturell, wir liegen am Schnittpunkt der drei Berliner Stadtbezirke Friedrichshain, Treptow und Kreuzberg. Der Treptower Park istganz in unserer Nähe.WO WURDEN FREIRÄUME ZUM ENTDECKEN UND FORSCHEN GESTALTET?In allen Gruppen gehört das Explorieren, Entdecken und Forschen schon seit Jahren zum Kindergartenalltag. Im Rahmen dieses Kooperationsprojektes haben wir nun dazu auf jeder Etage spezielleAkzente gesetzt. Außerdem war es uns wichtig, als neuen Höhepunkt für unseren Kindergarten einenbesonderen Raum zu schaffen, wo die Kinder sich ganz als Forscherinnen oder Forscher fühlen.Längerfristige Projekte zusammen mit den Mädchen und Jungen sind dort anders, oft einfacherdurchführbar und zu organisieren, da es dafür nun einen festen Ort gibt. Die Aufbewahrung und Präsentation der Zwischenstände/-ergebnisse ist möglich. Forschen und Entdecken rückt nun zeitweisein den Fokus und geschieht nicht nebenher.11

STECKBRIEF FRÖBEL-Kindergarten mittendrinSEIT WANN GIBT ES DEN KINDERGARTEN?als FRÖBEL-Kindergarten wiedereröffnet.Unser Kindergarten wurde 2010 vollkommen saniert undDORTHIN?WIE VIELE MÄDCHEN UND JUNGEN GEHEN TAGTÄGLICHnull bis sechsUnseren Kindergarten besuchen 180 Kinder im Alter vonals dreiJahren. Gut ein Drittel der Mädchen und Jungen ist jüngerkommenenFamilidie–zulJahre. Bei uns geht es auch internationaaus ca. 25 Nationen.KINDER?WIE VIELE PÄDAGOGISCHE FACHKRÄFTE BEGLEITEN DIEvon 28gartenKindermDie Mädchen und Jungen werden in unsereFrauen).21undrpädagogischen Fachkräften begleitet (sieben MänneKINDERGARTENS?WAS IST KENNZEICHNEND FÜR HAUS UND UMFELD DESTouristen sehr gern besuchten Stadtvoneinems,BerlinUnser Haus befindet sich in der Mitteverkehrsreich. Das nahe liegendebezirk. Das Umfeld ist durch die Lage natürlich auch rechtNähe werden von uns mit den KindernNaturkundemuseum und die kleinen Parks in unsererhinter dem Haus mit Hochbeeten,besucht. Viele staunen über unseren großen grünen Garten.Matschanlagen und viel Platz für alle Mädchen und JungenHEN GESTALTET?WO WURDEN FREIRÄUME ZUM ENTDECKEN UND FORSCs, einem wenig genutzten Raum, einUrsprünglich sollte nur in einem Bereich des KindergartenDurch Beobachtungen und gemeinsaneuer FreiRaum zum Entdecken und Forschen entstehen.um werden soll, in dem die Kinder dasme Reflexionen wurde uns klar, dass es ein Erfahrungsran. Wir haben den Raum gemeinsamElement Wasser ausgiebig erleben und erforschen könnealle anderen Etagen im Haus befruchtet.„Froschteich“ getauft. Der Prozess hat übrigens auchworden, die alle unterschiedlich sind.So sind mehrere FreiRäume entstanden

Das gemeinsame Forschen der Mädchen und Jungen mit ihren Lernbegleiterinnen und Lern-begleitern sowie das Lernen selbst werden ein Teil ihres Alltags. Neben dem Verständnis in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik werden dabei auch Sprach-, Lern-, Persona

Related Documents:

Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Schumannstraße 8, 10117 Berlin Die grüne politische Stiftung Tel. 030 28 53 40 Fax 030 28534109 info@boell.de www.boell.de BAND 25 Palästina und die Palästinenser 60 Jahre nach der Nakba Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung und Christian Sterzing ISBN 978-3-86928-061-5

2.2. Grendel in Der kleine Hobbit 2.3. Die Hölle von Grendel’s Mutter 2.4. Das Motiv des unterirdischen Kampfes in Der kleine Hobbit 2.5. Der Dieb, der Becher und der Drache 2.6. Der Dieb, der Becher und der Drache in Der kleine Hobbit 2.7. Das Beowulf - Motiv in Der Herr der Ringe 2.

A D J E K T I V E - S I N G U L A R Fall maskulin / der neutrum / das feminin / die NOM / 1. Fall der Baum das Haus die Kirche NOM / 1. Fall hoher Baum hohes Haus hohe Kirche NOM / 1. Fall der hohe Baum das hohe Haus die hohe Kirche NOM / 1. Fa

Bei dem von der Stiftung durchgeführten Sympo-sium »Ausbildung für die Gesundheitsversorgung von morgen« (Juni 2010) wurden, von einer inte-grierten Gesundheitsversorgung ausgehend, die Zusammenarbeit und das interdisziplinäre Handeln der Gesundheitsberufe abgeleitet und notwendige Veränderungen der Ausbildungsgänge aller Gesund-

Aug 06, 2021 · Benjamin Schneider, MD Assistant Dean, UME Student Affairs 503-346-4749 schneibe@ohsu.edu Robert Cloutier, MD, MCR Assistant Dean, UME Admissions cloutier@ohsu.edu Paul Gorman, MD Assistant Dean, Rural Medical Education 503-494-4025 gormanp@ohsu.edu Debbie Melton Director, UME 503-494-6643 meltond@ohsu.edu

Andreas Wagner, CEO Berlin Office Schiffbauerdamm 19, D-10117 Berlin Phone: 49-30-27595-141 Fax: 49-30-27595142 berlin@offshore-stiftung.de Varel Office Oldenburger Str. 65, D-26316 Varel Phone: 49-4451-9515-161 Fax: 49-4451-9515-249 varel@offshore-stiftung.de www.offshore-stiftung.de More news & information (German/English) 16 Backup Slides German Offshore Windfarms under Construction 2 .

Frauen auf der Suche nach Identität - der Erfolg der . Inhalt der Werbebotschaft, durch ihre Bildern, und sie hat bei den Frauen in den USA unerwartet viel Resonanz gefunden. So haben nach der ersten Veröffentlichung der 1989 neu ins Leben gerufenen » Women campaign«

B1: Deutsch Übungen und Grammatik Formulieren Sie die Sätze richtig (Akkusativ, Dativ, Genitiv) 1. Ich gehe / in / das Haus / der Freund. 2. Der Kuchen / meine Oma / schmeckt gut. 3. Wir trinken / der Kaffee / in das Haus / die Freundin